Samstag, 12. Oktober

Kino “MOMO”

Samstag, 11 Uhr, Zollinger Halle

vorgeführt vom Foolskino Holzkirchen

Das Mädchen mit den wilden Haaren und den etwas zerlumpten Kleidern – ganze Generationen von Kindern haben das Buch gelesen und den Film gesehen. Der Stoff ist zeitlos und brandaktuell: Der Verlust von echten Beziehungen, Zeit für einander und innerer Gelassenheit.  Die Fantasie und Märchenhaftigkeit einerseits und die Zeitkritik andererseits machen das Buch und den Film für Kinder und Erwachsene gleichermassen interessant.

Tom Modlinger vom Foolskino kommt zum ersten Mal mit seinem Kino in die Zollinger Halle. Und er verlässt zum ersten Mal seinen Kinoraum. Das technische Equipment bringt er mit – ein Experiment für alle!

Eintritt 5 Euro

Filme von Valleyer Schülern zu Texten von Michael Ende

Samstag, 11 Uhr, Treppenkino Valleyer Schloss Bräu

Von und mit Schülern der Grund- und Mittelschule Valley

Michael Ende ist einer DER deutschsprachigen Kinder- und Jugendbuchautoren weltweit. Da ist es naheliegend, dass die Valleyer Grund- und Mittelschule das Schwerpunktthema der diesjährigen Kulturtage aufgegriffen hat. Im Rahmen einer Projektwoche produzierte eine Arbeitsgruppe kleine Filme zu Texten des Weltautors. Kindergeschichten aus dem Blickwinkel von Kindern – was gibt es Spannenderes? Lassen Sie sich überraschen.

Dachstuhlführung

mit entsprechender Lesung aus der „Unendlichen Geschichte“ von Michael Ende

Samstag, 11 Uhr und 15 Uhr, Altes Schloss (Haupteingang)

Mit Sixtus Lampl (Führung) und Bernhard Wolf (Lesung)

Wer kennt sie nicht, die „Unendliche Geschichte“ von Michael Ende. Und damit die Geschichte des Buben Bastian, der im Speicher der Schule diese Geschichte liest. Michael Ende bestätigte einst Inge Lampl persönlich, dass der imposante Speicher des Alten Schloss ihn zu den Dachstuhlszenen in der “Unendlichen Geschichte” inspiriert habe.

Sixtus Lampl öffnet anlässlich der Kulturtage „seinen“ Speicher – tatsächlich der größte Speicher eines historischen Gebäudes im ganzen Landkreis. Allein die Dimension dieses Speichers zu erblicken, ist schon ein faszinierendes Erlebnis. Verbunden mit dem Weltroman Endes umso mehr. Bernhard Wolf liest aus der “Unendlichen Geschichte” Passagen, in denen der Speicher lebendig wird.

Der Verbündete der Höhlenelefanten (43 Minuten)

Samstag, 13 Uhr, Zollinger Halle

Regie Brigitte Kornberger

Kamera Brian McClatchy (u.a.)

Schon seit den 1980er Jahren erforscht Ian Redmond in Kenia eine ebenso ungewöhnliche wie gefährdete Population von Savannen-Elefanten: Die Tiere suchen nachts Lavahöhlen auf, um mit ihren Stoßzähnen Gestein von den Wänden zu kratzen.

Doch im Mai 2016 wird Ian völlig unerwartet von einer Elefantenkuh attackiert. Fünf Sekunden lang spielt sie mit ihm Fußball. Ian Redmond überlebt mit Verletzungen, was aber bleibt ist die drängende Frage: Warum hat Leitkuh „Kali“ ihn angegriffen?

„Prossima Fermata“

Samstag, 14 Uhr, Café Zollinger Halle (Eingang Zollinger Halle)

Ein Vortrag von Professor Birgit Dankert über Michael Ende

In den letzten Jahren ist nur eine einzige Biografie über Michael Ende erschienen. Wir sind stolz darauf, dass wir die Autorin, Professor Birgit Dankert, für unsere Kulturtage gewinnen konnten. Der Vortrag widmet sich der Frage, ob und inwieweit sich die Lebenszeit Michael Endes in Valley auf das Werk des Autors ausgewirkt hat. Eine spannende und auf Valley bezogene Perspektive bzgl. des Schaffens von Ende.

A paar G’schichterl auf Bayrisch

Samstag, 14 Uhr und 17 Uhr, Trachtenheim

Gespielt vom Theaterverein der Oberdarchinger Burschen

Regie Kordula Killer

Normalerweise spielen die Oberdarchinger immer um Ostern beim Bräu Wirt. Für die Kulturtage hat ein siebenköpfiges Ensemble lustige, bekannte Kurzgeschichten einstudiert, wo es sehr menschelt – und das Ganze natürlich im Dialekt

Es spielen Regina Wieser, Veronika Killer, Theresa Killer, Bernhard Huber, Andreas Hans, Markus Nöscher, Franz Urban.

Valleyer Filmkunst – Kurzfilme von Valleyer Filmemachern

Samstag, 14 Uhr und 16 Uhr, Treppenkino Valleyer Schloss Bräu

Das Programm liegt im Veranstaltungsbereich aus.

“Konsum” von Emil Ahlhlem

“1985” von Nani Mahlo

“80ster Stock” von Manfred Lehner

“JetztZeit” von Manfred Lehner

“Gedrehte Welten” von Miriam Zimmermann

“Löwenzahnseide” von Miriam Zimmermann

“Bewegte Schöpfung” von Miriam Zimmermann

Während der Filmvorführungen sind abswechselnd die Filmemacher vor Ort und stehen gerne für Fragen zur Verfügung.

Maimouna – La vie devant moi (60 Minuten)

Samstag, 14 Uhr, Zollinger Halle

Regie Fabiola Maldonado

Schnitt Miriam Zimmermann

Die junge Maïmouna kämpft gegen eine uralte Tradition: Die Beschneidung junger Mädchen. Seit 1996 ist die Beschneidung von Frauen in Burkina Faso verboten, doch sie wird immer noch häufig praktiziert. Der Film begleitet die „Animatrice“ Maïmouna bei ihrer Tätigkeit für die afrikanische Organisation Bangr Nooma. Ihr Weg führt sie von Hof zu Hof, um mit den Bewohnern zu diskutieren und ihnen von den Folgen der Beschneidung zu erzählen. Dabei stößt sie immer wieder auf Aberglaube, gesellschaftliche Machtstrukturen, Ängste, Widersprüche und – ihre eigenen Wunden.

Der Film geht der Frage nach, warum es noch immer Beschneidung gibt, ohne den moralischen Zeigefinger zu erheben. Im Gegenteil: Durch die differenzierte Betrachtung wird deutlich, dass es die eine Antwort nicht gibt, sondern verschiedene Wahrheiten. Dabei stehen Maïmouna und ihr Leben im Vordergrund, ihre Stärke und ihre Offenheit machen den Film zu einem lebendigen und hoffnungsvollen Dokument gegen Beschneidung von Frauen und für ein selbstbestimmtes Leben.

Life Saaraba Illegal (90 Minuten)

Samstag, 15 Uhr, Zollinger Halle, anschließend Gespräch mit Barney

ein Film von Peter Heller

Buch und Kamera Barney Rübe (u.a.)

Dokumentarfilm, der zwei Brüder aus dem Senegal über 10 Jahre beobachtet – im Kampf um ein besseres Leben im Gelobten Land Europa. Das mythische Saaraba allerdings zerschellt an der brutalen spanischen Wirklichkeit:

Saaraba ist das Gelobte Land, das Ziel der Träume und Verheißungen. Dieses mythische Land ist Europa, das den meisten Senegalesen jedoch gänzlich fremd ist. Sie besingen Saaraba, schreiben Geschichten und nähren den Mythos. Doch diejenigen, die die Wirklichkeit Europas kennen, haben den Glauben an Saaraba verloren. Für ihren Dokumentarfilm haben die Filmemacher Peter Heller, Saliou Waa Guendoum Sarr und Bernhard Rübe fast zehn Jahre lang zwei Brüder aus dem Senegal begleitet, deren Eltern schon als Einwanderer in Frankreich gearbeitet haben und nun ein großes Haus auf ihrer kleinen Insel besitzen.

Valley erzählt – ein Erinnerungsprojekt

Samstag, 15 Uhr und 17 Uhr, Treppenkino Valleyer Schloss Bräu

Ein Filmprojekt von Emil Ahlhelm (Kamera), Manfred Lehner (Fotografien), Anja Gild und Monika Ziegler (Interviews)

Die Idee zu „Valley erzählt“ entstand vor drei Jahren – die Geschichte von Valley und Valleyern in gefilmten Interviews zu dokumentieren. Im Mittelpunkt stehen die Menschen und ihre Erinnerungen. Jeder Film hat ein Fokusthema. Bisher sind zwei Filme entstanden, weitere sind bereits geplant. Während Emil mit einer Handkamera filmt, hält Manfred die Interviewten in Porträtfotos fest. Der erste Film entstand 2017 anlässlich der Kulturtage.

Valley erzählt – Kindheit in Valley. (ca. 25 Minuten)

Die Interviewten: Resi Weinzierl (ehemalige Kirchenwirtin), Jimmy Adelsberger (Fliesenleger), Hans Obermeier (Schuster) – wie war ihre Kindheit während des Krieges? Wie hat sich Valley aus Sicht der damals Heranwachsenden in den Wirtschaftswunderjahren verändert?

Valley erzählt – Begegnungen mit Michael Ende (ca. 16 Minuten)

Anlässlich des diesjährigen  Michael-Ende-Kulturtage haben sich Emil, Manfred und Anja aufgemacht und Valleyer Zeitzeugen über ihre Begegnungen mit und ihre Erinnerungen an Michael Ende befragt. Die Interviewten: Resi Weinzierl (ehemalige Kirchenwirtin), Ernst Brunner (Schreiner), Sixtus Lampl (Gründer des Orgelmuseums), Fritz Mager (Journalist und Rundfunkmoderator), Irmgard Mager (ehemals Kulturreferentin der Stadt München). Letztere hatten lange ein Ferienhaus in Valley und kannten Ende/Hoffmann aus München.

Herrschinger Dreiklang & Duo Querbalg

Samstag, 15 Uhr, Valleyer Schloss Bräu

Mit Angie Grubauer (Gesang), Michael Hoerburger (Gesang), Brigitte Schäffler (Gesang), Barbara Bertram (Akkordeon), Grit Fried-Pittermann (Querflöte)

Der Herrschinger Dreiklang hat sich als Ensemble 2017 gefunden. Angela Grubauer aus Valley (Sopran), Brigitte Schäffler (Alt) und Michael Hoerburg (Bass) haben sich im Rahmen eines Volksmusikseminars in Herrsching als Gruppe gefunden und gegründet. Sie singen in erster Linie stimmungsvolle Volksmusik in der Tradition vor der Zeit des berühmten Kiem Pauli.

Das Duo Querbalg hat sich anlässlich der Valleyer Kulturtage gerade erst neu gegründet. Grit Fried-Pittermann (Querflöte) und Barbara Bertram (Akkordeon) bewegen sich mit ihrem Repertoire quer durch die Länder und Kulturen Europas (von Dänemark bis Rumänien) sowie durch alle musikalischen Epochen (vom Mittelalter bis zur Neuzeit).

Lesung MOMO

Samstag, 16 Uhr, Café Zollinger Halle

Mit Anja Gild und Ralf Lorenzer

Die Geschichte von “Momo” in einer Stunde? Das scheint kaum möglich und geht doch. Ralf Lorenzer hat das berühmte Werk von Michael Ende auf die wesentlichen Passagen gekürzt – gelesen von Anja Gild und Ralf Lorenzer.

Für eine Pause sorgt ein von Ralf Lorenzer für diese Lesung eigens komponiertes Stück für Klavier und Gesang. Gespielt von Ralf, gesungen/gesprochen von Anja Gild

Valleyer Notenschlüssel & Tom Dauer – Musik mit Lesung

Freitag, 16 Uhr, Valleyer Schloss Bräu

Mit Evi Bichler-Öttel (Gitarre), Sophie Brunner (Akkordeon), Alois Gartmeier (Akkordeon), Irene Paul (Kontrabaß) & Tom Dauer

Da haben sich zwei gefunden: Der Valleyer Notenschlüssel und Tom Dauer. Die einen mit einem breiten Repertoire an Musikstilen, der andere ein Autor mit vielfältigsten Schreibstilen, von amüsant-nachdenklichen Kurzgeschichten bis hin zu einzigartigen Dokumentarbüchern über die extremsten Berggipfel der Erde. Musik und Lesung wechseln sich ab. Der Valleyer Notenschlüssel spielt Musette, Tango, Chardaz, ein Wiener Lied, typische Stub’n Musi und so manches andere mehr.

Großes Konzert mit Valleyer Musikern und Musikgruppen

Samstag, 18.30 Uhr, Zollinger Halle

Die Valleyer Kulturtage ohne großes Konzert sind undenkbar. An diesem Abend finden sich wieder viele der Musikerinnen und Musiker des Ortes zusammen. Für die Koordination ist die Kulturreferentin und Musikwissenschaftlerin Verena Huber verantwortlich. Die Mitwirkenden: Chor und das Orchester der Valleyer Barockmusikfreunde, der Männergesangverein Valley unter Leitung von Sixtus Lampl sowie das Trio „Mia Drei und da Tobi“ mit Maria Flossmann, Brigitte Hallmannsecker, Ralf Lorenzer und Tobias Raßhofer.

Jazzabend mit der Outlaw Valley Band

Samstag, 20 Uhr, Zollinger Halle

Mit Ralf Lorenzer (Klavier), Reinhard Meier (Schlagzeug), Ebony Kadisha Davis (Gesang), XXXXX

Die Outlaw Valley Jazz Band von Ralf Lorenzer ist längst eine Institution in  Valley und Umgebung. Die Band hat sich in ihrer 12jährigen Geschichte runderneuert, aber stets weiterentwickelt. Neben Jazz- und Bluesstücken sind die Eigenkompositionen von Ralf Lorenzer ein besonderes Highlight. Durch Ebony Davis, die seit vielen Jahren in Valley lebt und studierte Pianistin sowie Sängerin ist, hat die Band eine äußerst authentische Stimme erhalten.