Filme

Michael Ende VOR den Kulturtagen

Kinofilm “Jim Knopf und Lukas Lokomotivführer”

Mittwoch, 18 Uhr, Zollinger Halle

vorgeführt vom Foolskino

Wer sich schon mal vor dem Prolog am Donnerstag und der eigentlichen Eröffnung am 11. Oktober auf das Thema “Michael Ende” einstimmen will, ist herzlich Willkommen bei der neuen Verfilmung von “Jim Knopf und Lukas Lokomotivführer”: “Irgendwo im weiten Meer liegt die Insel Lummerland, auf der genau vier Menschen wohnen: König Alfons der Viertel-vor-Zwölfte und seine drei Untertanen: Lokomotivführer Lukas, Ladenbesitzerin Frau Waas und Herr Ärmel. Als der Postbote dann eines Tages ein falsch adressiertes Paket abliefert, ist die kleine Insel um einen Bewohner reicher – um ein kleines Kind namens Jim Knopf. Einige Jahre später ist Jim zu einem aktiven Jungen herangewachsen, der bei Lukas in die Lokomotivführer-Lehre gegangen ist. Doch weil sich König Alfons Sorgen über eine mögliche Überbevölkerung von Lummerland macht und Lukas‘ Lokomotive Emma stilllegen will, brechen Lukas und Jim gemeinsam mit Emma in ein Abenteuer auf, bei dem sie auf Piraten, Drachen und den Kaiser von Mandala treffen…”

Für Tom Modlinger vom Foolskino ist es das erste Mal, Filme ausserhalb vom Kinoraum zu zeigen – ein Experiment! Nach dem Motto: Das Kino kommt zu uns!

Eintritt 5 Euro

Kino “MOMO”

Samstag, 11 Uhr, Zollinger Halle

vorgeführt vom Foolskino Holzkirchen

Momo, das Mädchen mit den wilden Haaren und den etwas zerlumpten Kleidern – ganze Generationen von Kindern haben das Buch gelesen und den Film gesehen. Der Stoff ist zeitlos und brandaktuell: Der Verlust von echten Beziehungen, Zeit für einander und innerer Gelassenheit.  Die Fantasie und Märchenhaftigkeit einerseits und die Zeitkritik andererseits machen das Buch und den Film für Kinder und Erwachsene gleichermassen interessant.

Tom Modlinger vom Foolskino kommt zum ersten Mal mit seinem Kino in die Zollinger Halle. Und er verlässt zum ersten Mal seinen Kinoraum. Das technische Equipment bringt er mit – ein Experiment für alle!

Eintritt 5 Euro

Spaniens wilder Norden – Im Reich der Bären und Wölfe

Freitag, 17 Uhr, Zollinger Halle

Ein Film von Barney Rübe

Die nordspanischen Provinzen Kantabrien, Asturien und Galizien sind kühl und feucht, aber grün und wild. Für Kantabrische Bären und Iberische Wölfe ist es der einzig verbliebene große Rückzugsort im westlichen Europa. Filmautor Bernhard “Barney” Rübe lässt die Zuschauer die wildeste Region Spaniens mit ihren fesselnden Naturgeschichten hautnah erleben.

Barney Rübe lebt in Valley und ist international als Filmautor und Produzent engagiert.

Die Reise der Schneeeulen

Freitag, 21.30 Uhr, Zollinger Halle

Ein Film von Brian McClatchy, Klaus Weißmann, Dieter Nill

Die Schneeeule führt ein geheimnisvolles Leben nördlich des Polarkreises. In ganz besonderen Jahren aber tauchen Schneeeulen sogar in Deutschland auf – eine ornithologische Sensation. Mit traumhaften Bildern wird im Film eine faszinierende Naturgeschichte erzählt, die sich nur alle paar Jahre oder gar Jahrzehnte in unseren Breiten ereignet.

Brian McClatchy lebt in Valley – wenn er nicht gerade auf einer seiner vielen Film- und Kameratouren unterwegs ist. Derzeit entsteht in Valley an der Mangfall ein Film über das Leben der Bienen, der für das Kino produziert wird.

Der Verbündete der Höhlenelefanten (43 Minuten)

Samstag, 13 Uhr, Zollinger Halle

Regie Brigitte Kornberger

Kamera Brian McClatchy (u.a.)

Schon seit den 1980er Jahren erforscht Ian Redmond in Kenia eine ebenso ungewöhnliche wie gefährdete Population von Savannen-Elefanten: Die Tiere suchen nachts Lavahöhlen auf, um mit ihren Stoßzähnen Gestein von den Wänden zu kratzen.

Doch im Mai 2016 wird Ian völlig unerwartet von einer Elefantenkuh attackiert. Fünf Sekunden lang spielt sie mit ihm Fußball. Ian Redmond überlebt mit Verletzungen, was aber bleibt ist die drängende Frage: Warum hat Leitkuh „Kali“ ihn angegriffen?

Maimouna – La vie devant moi (60 Minuten)

Samstag, 14 Uhr, Zollinger Halle

Regie Fabiola Maldonado

Schnitt Miriam Zimmermann

Die junge Maïmouna kämpft gegen eine uralte Tradition: Die Beschneidung junger Mädchen. Seit 1996 ist die Beschneidung von Frauen in Burkina Faso verboten, doch sie wird immer noch häufig praktiziert. Der Film begleitet die „Animatrice“ Maïmouna bei ihrer Tätigkeit für die afrikanische Organisation Bangr Nooma. Ihr Weg führt sie von Hof zu Hof, um mit den Bewohnern zu diskutieren und ihnen von den Folgen der Beschneidung zu erzählen. Dabei stößt sie immer wieder auf Aberglaube, gesellschaftliche Machtstrukturen, Ängste, Widersprüche und – ihre eigenen Wunden.

Der Film geht der Frage nach, warum es noch immer Beschneidung gibt, ohne den moralischen Zeigefinger zu erheben. Im Gegenteil: Durch die differenzierte Betrachtung wird deutlich, dass es die eine Antwort nicht gibt, sondern verschiedene Wahrheiten. Dabei stehen Maïmouna und ihr Leben im Vordergrund, ihre Stärke und ihre Offenheit machen den Film zu einem lebendigen und hoffnungsvollen Dokument gegen Beschneidung von Frauen und für ein selbstbestimmtes Leben.

Life Saaraba Illegal (90 Minuten)

Samstag, 15 Uhr, Zollinger Halle

Ein Film von Peter Heller

Buch und Kamera Barney Rübe (u.a.)

Dokumentarfilm, der zwei Brüder aus dem Senegal über 10 Jahre beobachtet – im Kampf um ein besseres Leben im Gelobten Land Europa. Das mythische Saaraba allerdings zerschellt an der brutalen spanischen Wirklichkeit:

Saaraba ist das Gelobte Land, das Ziel der Träume und Verheißungen. Dieses mythische Land ist Europa, das den meisten Senegalesen jedoch gänzlich fremd ist. Sie besingen Saaraba, schreiben Geschichten und nähren den Mythos. Doch diejenigen, die die Wirklichkeit Europas kennen, haben den Glauben an Saaraba verloren. Für ihren Dokumentarfilm haben die Filmemacher Peter Heller, Saliou Waa Guendoum Sarr und Bernhard Rübe fast zehn Jahre lang zwei Brüder aus dem Senegal begleitet, deren Eltern schon als Einwanderer in Frankreich gearbeitet haben und nun ein großes Haus auf ihrer kleinen Insel besitzen.

Filme von Valleyer Schülern zu Texten von Michael Ende

Samstag, 11 Uhr, Treppenkino Valleyer Schloss Bräu

Mit Schülern der Grund- und Mittelschule Valley

Michael Ende ist einer DER deutschsprachigen Kinder- und Jugendbuchautoren weltweit. Da ist es naheliegend, dass die Valleyer Grund- und Mittelschule das Schwerpunktthema der diesjährigen Kulturtage aufgegriffen hat. Im Rahmen einer Projektwoche produzierte eine Arbeitsgruppe kleine Filme zu Texten des Weltautors. Kindergeschichten aus dem Blickwinkel von Kindern – was gibt es Spannenderes? Lassen Sie sich überraschen.

Valleyer Filmkunst – Kurzfilme von Valleyer Filmemachern

Samstag und Sonntag, 14 Uhr und 16 Uhr, Treppenkino Valleyer Schloss Bräu

Das Programm liegt im Veranstaltungsbereich aus.

“Konsum” von Emil Ahlhlem

“1985” von Nani Mahlo

“80ster Stock” von Manfred Lehner

“JetztZeit” von Manfred Lehner

“Gedrehte Welten” von Miriam Zimmermann

“Löwenzahnseide” von Miriam Zimmermann

“Bewegte Schöpfung” von Miriam Zimmermann

Während der Filmvorführungen sind abswechselnd die Filmemacher vor Ort und stehen gerne für Fragen zur Verfügung.

Valley erzählt – ein Erinnerungsprojekt

Samstag und Sonntag, 15 Uhr und 17 Uhr, Treppenkino Valleyer Schloss Bräu

Ein Filmprojekt von Emil Ahlhelm (Kamera), Manfred Lehner (Fotografien), Anja Gild und Monika Ziegler (Interviews)

Die Idee zu „Valley erzählt“ entstand vor drei Jahren – die Geschichte von Valley und Valleyern in gefilmten Interviews zu dokumentieren. Im Mittelpunkt stehen die Menschen und ihre Erinnerungen. Jeder Film hat ein Fokusthema. Zwei Filme sind bereits entstanden, weitere sind geplant. Während Emil mit einer Handkamera filmt, hält Manfred die Interviewten in Porträtfotos fest. Der erste Film entstand 2017 anlässlich der Kulturtage.

Valley erzählt – Kindheit in Valley. (ca. 25 Minuten)

Die Interviewten: Resi Weinzierl (ehemalige Kirchenwirtin), Jimmy Adelsberger (Fliesenleger), Hans Obermeier (Schuster) – wie war ihre Kindheit während des Krieges? Wie hat sich Valley aus Sicht der damals Heranwachsenden in den Wirtschaftswunderjahren verändert?

Valley erzählt II – Begegnungen mit Michael Ende (ca. 16 Minuten)

Anlässlich des diesjährigen  Michael-Ende-Kulturtage haben sich Emil, Manfred und Anja aufgemacht und Valleyer Zeitzeugen über ihre Begegnungen mit und ihre Erinnerungen an Michael Ende befragt. Die Interviewten: Resi Weinzierl (ehemalige Kirchenwirtin), Ernst Brunner (Schreiner), Sixtus Lampl (Gründer des Orgelmuseums), Fritz Mager (Journalist und Rundfunkmoderator), Irmgard Mager (ehemals Kulturreferentin der Stadt München). Letztere hatten lange ein Ferienhaus in Valley und kannten Ende/Hoffmann aus München.